Festplatten-Partitionen: So geht es

Platinum FestplattenWollen Sie sich eine Festplatte zulegen möchten – egal ob externe Festplatte oder interne Festplatte – dann kann es immer passieren, dass diese ohne Partitionen ausgeliefert werden. Auch kann es passieren, dann Partitionen ergänzt werden wollen, um eine bessere Übersicht auf der Festplatte zu schaffen. Was Partitionen eigentlich sind und wie Sie diese zu Ihrem Vorteil anwenden können, verrät Ihnen der nachstehende Ratgeber!

Was ist eine Partition?

Festplatten-Partitionen: So geht esBevor auf die technischen Details eingegangen wird, wie eine Festplatte mit Partitionen arbeitet, sollte erst erwähnt werden, worum es sich bei einer Partition eigentlich handelt. Eine Partition ist eine virtuelle Einheit, die Festplatten begrenzt oder Speicher ermöglicht. Das mag seltsam klingen, hat aber durchaus seinen Sinn. Eine Festplatte ist nutzlos, wenn Sie keine Partition auf der Festplatte eingerichtet haben. Die Partition dient dazu, dass der Rechner erkennt, wie viel Platz auf der Festplatte eigentlich vorhanden ist. Fehlt die Partition, muss die Partition immer erstellt werden, damit die Festplatte erkannt wird.

Wird eine Partition erstellt, hat die Partition immer die Größe der Festplatte. Eine Festplatte mit 500 GB hat dabei eine Anfangspartition von knapp 500 GB. Wenn die Festplatte nur 490 GB aufweisen sollte, dann kann das durchaus seinen Sinn haben. Einige Speicherpunkte werden dann für die Berechnung der Festplattenarbeit selbst reserviert. Sollte die Festplattengröße also geringfügig geringer sein, ist das kein Grund zum Umtausch.

Auf der anderen Seite dienen Partitionen auch zum abtrennen von Speicher. Wenn Sie nur eine Partition bei einer 500 GB Festplatte besitzen, hat diese auch immer nur einen maximalen Speicher von 500 GB. Wenn Sie jetzt aber Programme oder Spiele separat abspeichern möchten, um somit für Ordnung zu sorgen, dann können Sie weitere Partitionen nachträglich erstellen.

Die Standardpartition hört meist auf den Namen „C“. Weitere Partitionen werden mit „D“ oder weiteren Buchstaben versehen. Auf Wunsch können Sie Partitionen auch mit eigenen Namen versehen, damit die Übersicht besser wird.

Die großen Vorteile der Partitionen

Wie bereits erwähnt, können Sie mit Partitionen für Ordnung auf der Festplatte sorgen. Die Partitionen haben aber noch einen ganz anderen entscheidenden Vorteil. Normalerweise wird nur eine Partition genutzt. Installieren Sie hier Ihr Betriebssystem, befindet es sich auf der einzigen Partition. Sollte jetzt aber eine zweite Version eines Betriebssystems installiert werden, kann dies nicht ohne Fehlermeldungen passieren. Zwei Betriebssysteme auf einer Partition sorgen für Ärger bei der Berechnung. Aus diesem Grund wird das Partitionieren oder das Aufteilen genutzt. Haben Sie zwei Partitionen, können Sie grundsätzlich auch zwei unterschiedliche Betriebssysteme aufspielen und getrennt nutzen. Wo liegt hier aber der Nutzen? Ganz entscheidend wird dieses Argument bei Nutzern von Apple Rechnern. Nicht alle Programme laufen auf einem Apple Rechner, weswegen viele Nutzer eine zweite Windows Partition erstellen. Somit können beide Betriebssysteme auf einem Rechner genutzt werden, ohne dass Einbußen in Kauf genommen werden müssen.

Desweiteren muss gesagt werden, dass Partitionen für Sicherheit sorgen. Sollte eine Partition einmal ausfallen, wären wichtige Daten noch immer auf der anderen Partition gespeichert. Gerade wichtige Daten, wie Filme, Musikdateien, Texte oder Fotos, sollten auf einer zweiten Partition gespeichert werden.

Partitionen erstellen – wie geht es?

Haben Sie sich entschieden, ob Sie eine Partition benötigen oder nicht, dann sollten Sie die handwerklichen Schritte beherrschen. Das Einstellen einer Partition ist denkbar einfach. Die Partition lässt sich über Windows direkt über die Systemsteuerung erstellen. Klicken Sie dafür auf die Datenverwaltung und schauen Sie sich den Speicher Ihrer Festplatte an. Im nächsten Schritt können Sie dann nachträglich Partitionen erstellen und ihnen Namen geben. Die Größe der Partition liegt bei Ihnen. Generell sollten Sie aber die Hauptpartition ausreichend groß lassen, damit Betriebssysteme ohne Probleme laufen. Da empfehlen sich bis zu 50 GB, damit alle künftigen Updates von Windows oder anderen Betriebssysteme ohne Komplikationen installiert werden können.

Maximale Partitionsgröße Maximale Dateigröße
FAT 4 GB 2 GB
FAT32 2 TB 4 GB
NTFS 2 TB keine

Das nachträgliche Partitionieren ist lediglich eine Möglichkeit, um Partitionen zu erstellen. Wenn Sie beispielsweise Windows installieren und einen neuen Rechner gekauft haben, dann können solche Partitionen auch direkt in der Installation erstellt werden. Meist werden Sie während der Windows-Installation gefragt, auf welcher Partition das Programm installiert werden sollte. Anschließend lassen sich Partitionen einstellen und auch benennen. Meist geht solch ein Vorgang auch schneller, als wenn Sie die Partitionen nachträglich definieren würden – so die Erfahrungen und Bewertungen aus dem Shop.

Fehler bei Partitionen vermeiden

Wenn Sie eine Partition erstellen wollen, dann kümmert sich das System meist selbstständig darum, dass die Festplatte sauber ist. Das bedeutet, dass unnötige Dateien gelöscht werden. Das Problem ist aber, dass das Betriebssystem nicht weiß, welche Daten unnötig sind und welche nicht. Aus diesem Grund wird beim kompletten Partitionieren auch immer eine Formatierung durchgeführt. Beim Formatieren werden alle Dateien vollständig gelöscht.

Sollten Sie also versehentlich beim Partitionieren die Hauptpartition eingeben und verändern wollen, kann es immer passieren, dass die Festplatte komplett bereinigt wird. Aus diesem Grund sollten Sie sich im Vorfeld informieren, wie die Partition erstellt wird. Beim zusätzlichen Partitionieren können solche Probleme ebenfalls entstehen. Gerade wenn Sie viele wichtige Dokumente auf einer Festplatte besitzen, sollten Sie vor dem Partitionieren eine Sicherheitskopie machen. Auch wenn die Hauptpartition vielleicht unberührt bleibt, können dennoch Verknüpfungen zu anderen Programmen oder Dokumenten durch das Partitionieren verloren gehen.

Tipp! Machen Sie immer eine Sicherheitskopie mit einer externen und separaten Festplatte. So sind Sie immer auf der sicheren Seite!

Grenzen beachten

Beim Partitionieren sollten Sie eine Sache unbedingt wissen. Grundsätzlich können Sie zwar so viele Partitionen erstellen, wie es Ihnen beliebt, dennoch gibt es hier Einschränkungen und Grenzen. Neben dem Hauptlaufwerk können Sie maximal zwei weitere Partitionen erstellen, die als vollwertige Partitionen gelten. Die vierte Partition wird dann als logisches Laufwerk bezeichnet. Das logische Laufwerk funktioniert wie eine Partition, kann aber nicht zum Abspeichern von Betriebssystemen genutzt werden. Ein einzelner Rechner kann also maximal drei verschiedene Betriebssysteme installiert haben – vier Betriebssysteme sind ohnehin nur sehr selten von Nöten.

Vor- und Nachteile des Partitionierens von Festplatten

  • Daten auf Partition müssen im Falle einer Neuinstallation des Betriebssystems nicht ebenfalls gelöscht werden
  • kann als Auslagerungsdatei für Arbeitsspeicher genutzt werden
  • ideal für Backups

Das virtuelle Laufwerk

Das virtuelle Laufwerk zählt ebenfalls in die Kategorie der Partitionen. Mittels verschiedener Programme lassen sich solche Laufwerke einrichten, die dem Rechner vorgaukeln, dass sich auf dem Rechner ein richtiges Laufwerk befinden würde. So können beispielsweise DVD-Laufwerke simuliert werden, um Filmdateien abzuspielen. Generell ist dies für das normale Partitionieren aber nicht notwendig und dient lediglich als Zusatz.

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